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Bestattung in Sachsen: Recht und Kosten

In Sachsen beträgt die Mindestruhezeit 20 Jahre, bei Kindern unter zwei Jahren 10 Jahre (§ 6 Abs. 2 Sächsisches Bestattungsgesetz, Quelle unten). Bestattet wird frühestens nach 48 Stunden und spätestens nach 8 Tagen (§ 19 Abs. 1); vor jeder Einäscherung ist eine zweite Leichenschau nötig (§ 18b Abs. 2).

Ruhezeit in Sachsen
mindestens 20 Jahre

Wie die Grabgebühr berechnet wird und wann sie fällig ist, regelt die Satzung der Kommune. (§ 6 Abs. 2 SächsBestG, Gesetzestext, rechtsbereinigt mit Stand 25.05.2018, abgerufen am 17.10.2026).

Bestattungsrecht ist Ländersache. Grundlage in Sachsen ist das Sächsische Bestattungsgesetz (SächsBestG): Ruhezeit, Fristen und Sargregelung stehen in den §§ 6, 16 und 19.

Die Fristen in Sachsen

FristRegelung
Erdbestattung und Einäscherungfrühestens 48 Stunden, spätestens 8 Tage nach Feststellung des Todes; Samstage, Sonntage und Feiertage zählen nicht mit (§ 19 Abs. 1)
Beisetzung der Urneinnerhalb von 6 Monaten nach der Einäscherung (§ 19 Abs. 2)
Überführung in eine Leichenhallemuss spätestens 24 Stunden nach Feststellung des Todes beginnen (§ 16 Abs. 1)
Ruhezeitmindestens 20 Jahre, bei Fehlgeborenen und Kindern, die tot geboren oder vor Vollendung des 2. Lebensjahres gestorben sind, 10 Jahre (§ 6 Abs. 2)

Überführung, Bestattungsfrist und Urnenfrist

Die Überführungsfrist ist die kürzeste Frist nach einem Sterbefall — für die Wahl des Bestatters bleibt danach meist noch Zeit, siehe Angebote prüfen.

Die Bestattungsfrist bestimmt dagegen, wie viele Tage die Kühlung läuft: Sie wird pro Tag berechnet und gehört zu den Posten, die in Angeboten am häufigsten fehlen, weil die Zahl der Tage bei Angebotserstellung noch nicht feststeht. Mehr dazu unter Aufbahrung und Abschiednahme.

Bei Feuerbestattungen zählt zusätzlich die Frist bis zur Beisetzung der Urne. Wo sie großzügig bemessen ist, bleibt Zeit, die Grabart in Ruhe zu wählen — eine Entscheidung mit großer Kostenwirkung, siehe Was kostet ein Grab.

Die Ruhezeit und die Grabgebühr

Die Mindestruhezeit beträgt 20 Jahre, bei Fehlgeborenen und Kindern, die tot geboren oder vor Vollendung des 2. Lebensjahres gestorben sind, 10 Jahre; für Aschen gelten dieselben Zeiten (§ 6 Abs. 2 SächsBestG). Der Träger des Friedhofs kann längere Zeiten festlegen (§ 6 Abs. 3).

Je länger die Ruhezeit, desto später steht eine Verlängerung an. Wie die Grabgebühr berechnet wird und wann sie fällig ist, regelt die Satzung der Kommune. Mehr dazu: Grab verlängern oder auflösen.

Die genauen Gebühren stehen nicht im Landesgesetz, sondern in der Satzung der jeweiligen Kommune. Warum die Sätze so weit auseinanderliegen, steht unter Friedhofsgebühren in Stadt und Land.

Sargpflicht in Sachsen

Leichen sind nach der Leichenschau unverzüglich einzusargen — vorgeschrieben ist ein fester, gut abgedichteter Sarg aus umweltgerecht abbaubarem Material (§ 16 Abs. 1 und 3 SächsBestG).

Für die Kosten heißt das: Wo ein Sarg vorgeschrieben ist, fallen nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) für die einfachste Ausführung 700 – 1.300 € an — bei der Einäscherung genügt ein Kremationssarg für 350 – 650 €. Mehr dazu: Religiöse Bestattungen und Sarg: Preise nach Holzart.

Besonderheiten in Sachsen

Konkrete Gebühren aus Sachsen

Für diese Städte haben wir die tatsächlichen Friedhofsgebühren aus der jeweiligen Satzung zusammengetragen:

Grundlage: Sächsisches Bestattungsgesetz (SächsBestG). Die Angaben geben den Stand der einschlägigen landesrechtlichen Regelungen wieder und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung des Gesetzes. Ruhezeiten und Gebühren werden zusätzlich durch die Satzung des jeweiligen Friedhofsträgers bestimmt. Die genannten Preisspannen stammen aus den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026, brutto). Ruhezeit, Fristen und Sargregelung sind belegt durch §§ 6, 16 und 19 des Sächsischen Bestattungsgesetzes (Gesetzestext, rechtsbereinigt mit Stand 25.05.2018), abgerufen am 17.10.2026. Spätere Änderungen konnten wir nicht prüfen.

Gemeinden und Bestatter in Sachsen finden: Bestatter in Sachsen vergleichen.

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Häufige Fragen

Wie lange ist die Ruhezeit in Sachsen?

Mindestens 20 Jahre, bei Fehlgeborenen und Kindern, die tot geboren oder vor Vollendung des 2. Lebensjahres gestorben sind, 10 Jahre (§ 6 Abs. 2 Sächsisches Bestattungsgesetz, abgerufen am 17.10.2026). Wie die Grabgebühr berechnet wird und wann sie fällig ist, regelt die Satzung der Kommune.

Wie schnell muss in Sachsen bestattet werden?

Erdbestattung und Einäscherung frühestens 48 Stunden und spätestens 8 Tage nach Feststellung des Todes, die Urne innerhalb von 6 Monaten nach der Einäscherung (§ 19 Sächsisches Bestattungsgesetz, abgerufen am 17.10.2026).

Gilt in Sachsen Sargpflicht?

Ja. Leichen sind nach der Leichenschau unverzüglich einzusargen — vorgeschrieben ist ein fester, gut abgedichteter Sarg aus umweltgerecht abbaubarem Material (§ 16 Abs. 1 und 3 Sächsisches Bestattungsgesetz, abgerufen am 17.10.2026).

Was ist bei einer Einäscherung in Sachsen besonders?

Vor jeder Einäscherung ist eine zweite Leichenschau durch einen Facharzt für Rechtsmedizin nötig, danach erklärt das Gesundheitsamt des Einäscherungsortes die Unbedenklichkeit (§ 18b Abs. 2 Sächsisches Bestattungsgesetz, Fassung ab 25.05.2018, abgerufen am 18.10.2026). Die Gebühr trägt, wer die Bestattungskosten zahlt (Nr. XII VwV SächsBestG).

Wo stehen die Friedhofsgebühren für meinen Ort in Sachsen?

Nicht im Landesgesetz, sondern in der Gebührensatzung der jeweiligen Kommune. Sie ist öffentlich und beim Friedhofsamt erhältlich, meist auch online. Das Landesgesetz regelt Fristen, Ruhezeiten, Leichenschau, Einsargung und das Friedhofswesen.

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