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Was kostet ein Grabstein? Preise im Überblick

Die Preise für einen Grabstein liegen je nach Material, Größe und Bearbeitung bei 550 bis 5.500 € (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026).

Grabmal, je nach Material, Größe, Bearbeitung
550 – 5.500 €

Quelle: Aeternitas, Leitfaden 9 zur Auswahl eines Grabmals (Tabelle Kosten für ein Grabmal, undatiert), abgerufen am 18.10.2026. Richtwerte, keine Festpreise. Den Preis bestimmen vor allem Material, Größe, Form, Schrift und die Vorgaben der Friedhofssatzung. Beschriftung, Transport, Aufbau und Genehmigung kommen dazu.

Der Grabstein steht nicht auf der Bestatterrechnung, sondern kommt vom Steinmetz. Bei einem Erdgrab wird er meist erst einige Monate nach der Beisetzung gesetzt. So bleibt Zeit, Angebote zu vergleichen.

Was ein Grabstein kostet — nach Material

Stein (Erdgrab)Kosten (ca.)
Granit1.800 – 3.400 €
Sandstein1.500 – 2.900 €
Marmor2.200 – 4.200 €
Findling1.300 – 2.600 €

Quelle: Spannen unseres Kostenrechners, Stand 2026. Urnengrabsteine kosten dort jeweils etwa die Hälfte. Die Gesamtspanne für ein Grabmal nach Aeternitas (abgerufen am 18.10.2026) steht oben.

Was kostet eine Grabplatte?

Eine Grabplatte aus Granit kostet im Kostenrechner meist 400 bis 900 €, aus Marmor 500 bis 1.100 € (Spannen unseres Kostenrechners, Stand 2026). Sie ist damit die günstigste Grabsteinart. Für das Rasengrab nennt bestattungen.de einfache Naturstein-Platten ab etwa 200 € und Wiesengrabplatten von 150 bis 1.500 € (Stand 01.07.2024, abgerufen am 17.10.2026).

PlatteKosten (ca.)Quelle
Platte aus Granit400 – 900 €Spanne unseres Kostenrechners, Stand 2026
Platte aus Marmor500 – 1.100 €Spanne unseres Kostenrechners, Stand 2026
Platte fürs Rasengrab150 – 1.500 €bestattungen.de, Stand 01.07.2024

Dazu kommen Beschriftung (laut Aeternitas 8 bis 55 € pro Buchstabe, abgerufen am 18.10.2026), Transport, Aufstellen und die Grabmalgenehmigung, siehe die Tabelle unten. Wichtig: Maß und Material der Platte schreibt die Friedhofssatzung vor, auf Rasengräbern etwa bodenbündig und überfahrbar. Mehr zur Grabart: Rasengrab und pflegefreie Gräber.

Was den Preis bestimmt

Was neben dem Stein dazukommt

ZusatzpostenKosten (ca.)
Transport zum Friedhof (je nach Entfernung, 1 bis über 100 km)75 – 300 €
Grabeinfassung (je laufender Meter)150 – 400 €
Einfassung versetzen300 – 1.200 €
Aufstellen, Fundamentim Angebot ausweisen lassen
Grabmalgenehmigungje nach Friedhofssatzung

Quelle: Aeternitas, Leitfaden 9 zur Auswahl eines Grabmals, abgerufen am 18.10.2026. Für die Genehmigung nennt Aeternitas keine Zahl; die Gebühr legt der Friedhof fest.

Fragen Sie beim Angebot ausdrücklich, ob Fundament, Beschriftung, Lieferung und Aufstellen enthalten sind. Böse Überraschungen entstehen oft durch ein Angebot, das nur den Rohstein ausweist.

Inschrift und Grabspruch

Die Beschriftung kostet je nach Technik 8 bis 55 € pro Buchstabe (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026): vertieft gestrahlt 8 bis 15 €, vertieft gehauen 12 bis 20 €, erhaben gehauen 20 bis 35 €, aufgesetzt 12 bis 55 €. Je mehr Buchstaben, desto teurer; die Technik (vertieft, aufgesetzt, Handarbeit) spielt ebenfalls hinein. Name und Lebensdaten sind üblich, ein Spruch ist freiwillig.

Wichtig ist, dass der Satz zur verstorbenen Person passt; ein kurzer eigener Satz wirkt oft stärker als ein langes Zitat. Pflege der Schrift und des Steins: Was kostet die Grabpflege?

Grabeinfassung: Kosten und Genehmigung

Eine Grabeinfassung kostet etwa 150 bis 400 € je laufender Meter, das Versetzen einer vorhandenen Einfassung 300 bis 1.200 € (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Sie ist damit ein eigener Posten neben dem Stein. Material und Höhe bestimmen den Preis; ob eine Einfassung überhaupt erlaubt ist, entscheidet die Friedhofssatzung.

Ob Sie Einfassung, Bepflanzung oder Kiesfläche wählen, hängt auch von der Pflege ab: Grabgestaltung und Grabbepflanzung.

Nach dem Aufstellen: Standsicherheit und Reinigung

Wer das Grabmal nutzt, muss es dauerhaft standsicher halten, damit es nicht umstürzt. Die Friedhofsverwaltung kontrolliert die Standfestigkeit regelmäßig und kann verlangen, dass ein Fachbetrieb sie wiederherstellt (Aeternitas, Leitfaden 9, Abschnitt Pflege und Instandhaltung, abgerufen am 18.10.2026). Wie oft geprüft wird, nennt der Leitfaden nicht; das steht in der Friedhofssatzung.

Mögliche FolgekostenKosten (ca.)
Reinigung des Grabmals35 – 240 €
Standfestigkeit wiederherstellen (Grabmal, Einfassung)150 – 750 €

Quelle: Aeternitas, Leitfaden 9 zur Auswahl eines Grabmals, Tabelle Eventuelle Folgekosten, abgerufen am 18.10.2026.

Zur Reinigung genügen zunächst eine einfache Bürste und Wasser. Bei starker Verschmutzung sollten Reinigungsmittel nur nach Rat einer fachkundigen Person verwendet werden (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Bis der Stein gesetzt ist, kann ein Provisorium wie ein einfaches Holzkreuz stehen; Fristen erfragen Sie bei der Friedhofsverwaltung (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026).

In 5 Schritten zum Grabstein

  1. Friedhofssatzung holen. Bei der Friedhofsverwaltung oder auf der Website der Gemeinde. Dort stehen erlaubte Maße, Materialien und Fristen.
  2. Grabsteinart und Material wählen. Was zum Grab passt, hängt von der Satzung ab, etwa Platte, Stele oder stehender Stein.
  3. Mehrere Angebote einholen. Lassen Sie Stein, Schrift, Fundament, Lieferung und Aufstellen einzeln ausweisen.
  4. Genehmigung beantragen. Den Antrag mit Entwurf reicht meist der Steinmetz bei der Friedhofsverwaltung ein. Erst danach darf der Stein gesetzt werden.
  5. Stein setzen lassen. Der Steinmetz liefert und stellt ihn auf. Fragen Sie nach, wie die Standsicherheit später geprüft wird.
Friedhofsverwaltung zuerst fragen. Sie gibt die Satzung heraus, nennt die Gebühr für die Genehmigung und sagt, wann gesetzt werden darf. Das erspart Entwürfe, die später abgelehnt werden.

So sparen Sie, ohne dass es billig wirkt

Wer zahlt den Grabstein?

Die Kosten der Beerdigung trägt nach § 1968 BGB der Erbe (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 18.10.2026). Reicht der Nachlass nicht, können bestattungspflichtige Angehörige herangezogen werden. Mehr dazu unter Wer zahlt die Beerdigung? und Nachlass reicht nicht. Bei Bedürftigkeit übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die erforderlichen Bestattungskosten, soweit sie den Verpflichteten nicht zuzumuten sind (abgerufen am 18.10.2026). Das Sozialgericht Mainz hielt einen einfachen Grabstein für einen Teil davon (Urteil vom 19.06.2018, S 11 SO 33/15; vzbv, abgerufen am 18.10.2026); Maßstab ist eine einfache, würdige Bestattung nach den örtlichen Verhältnissen. Zur Steuer: Bestattungskosten absetzen.

Rechnen Sie Ihren eigenen Fall durch

Der Grabstein ist nur ein Posten. Der Rechner zeigt die Spanne für die gesamte Bestattung nach Ihren Angaben.

Häufige Fragen

Was kostet ein Grabstein?

Ein Grabmal kostet je nach Material, Größe und Bearbeitung 550 bis 5.500 € (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Im Kostenrechner liegt ein Granitstein fürs Erdgrab bei 1.800 bis 3.400 € (Stand 2026). Dazu kommen Beschriftung, Transport und Aufbau, eine Einfassung und die Genehmigung.

Was kostet eine Grabplatte?

Eine Grabplatte aus Granit kostet im Kostenrechner 400 bis 900 €, aus Marmor 500 bis 1.100 € (Spannen unseres Kostenrechners, Stand 2026). Für Rasengräber nennt bestattungen.de einfache Naturstein-Platten ab etwa 200 € (Stand 01.07.2024). Beschriftung, Transport, Aufstellen und Genehmigung kommen hinzu.

Was kostet ein Grabstein für ein Urnengrab?

Urnengrabsteine kosten im Kostenrechner jeweils etwa die Hälfte eines entsprechenden Steins fürs Erdgrab (Spannen unseres Kostenrechners, Stand 2026). Für Grabmale insgesamt nennt Aeternitas 550 bis 5.500 € (Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Beschriftung, Transport und Aufbau kommen hinzu.

Was kostet die Inschrift auf dem Grabstein?

Je nach Technik 8 bis 55 € pro Buchstabe (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Bei vielen Steinmetzen ist eine bestimmte Buchstabenzahl im Steinpreis enthalten (Stilvolle Grabsteine, abgerufen am 18.10.2026). Fragen Sie im Angebot danach.

Wie lang darf ein Grabspruch sein?

Eine feste Länge gibt es nicht, Schriftgröße und Symbole regelt die Friedhofssatzung. Steinmetzbetriebe empfehlen meist nicht mehr als zwei bis vier Zeilen (STOI Steinmetzwerkstatt, Juni 2026). Der Name sollte mindestens drei bis vier Zentimeter hoch sein (DESTAG, Stand 09.09.2026).

Was kostet eine Grabeinfassung?

Etwa 150 bis 400 € je laufender Meter, das Versetzen einer vorhandenen Einfassung 300 bis 1.200 € (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Dazu kann eine Genehmigungsgebühr der Friedhofsverwaltung kommen; ihre Höhe legt jeder Friedhof selbst fest.

Braucht die Grabeinfassung eine Genehmigung?

In der Regel ja: Die Friedhofsverwaltung muss Einfassungen vorab zustimmen, meist anhand von Zeichnung und Maßen (Beispiele: Markt Aidenbach, Stand 2023; Bezirksamt Spandau von Berlin, abgerufen am 18.10.2026). Ohne Genehmigung kann die Anlage auf eigene Kosten beseitigt werden. Maße und Material stehen in der Satzung Ihres Friedhofs.

Was kosten Reinigung und Standsicherheit nach dem Aufstellen?

Die Reinigung eines Grabmals kostet etwa 35 bis 240 €, die Wiederherstellung der Standfestigkeit 150 bis 750 € (Aeternitas, Leitfaden 9, abgerufen am 18.10.2026). Das Grabmal muss dauerhaft standsicher sein; die Friedhofsverwaltung kontrolliert das regelmäßig.

Wann wird der Grabstein gesetzt?

Bei einem Erdgrab meist erst einige Monate nach der Beisetzung, weil sich die Erde zuerst setzen muss. Wie lange der Friedhof warten lässt, steht in der Friedhofssatzung. Die Wartezeit lässt sich nutzen, um in Ruhe Angebote zu vergleichen.

Ist der Grabstein in den Bestattungskosten enthalten?

Normalerweise nicht. Der Bestatter organisiert die Bestattung, das Grabmal liefert ein Steinmetzbetrieb. Das sind getrennte Rechnungen. Fragen Sie den Bestatter, ob er einen Steinmetz vermittelt, und lassen Sie sich die Preise einzeln aufschlüsseln.

Muss ich den Steinmetz nehmen, den der Friedhof empfiehlt?

Das hängt von der Friedhofssatzung ab. Oft ist die Wahl des Steinmetzes frei, die Satzung regelt dann vor allem Maße, Material und Standsicherheit. Fragen Sie bei der Friedhofsverwaltung nach, bevor Sie beauftragen.

Wer zahlt den Grabstein?

In der Regel die Erben (§ 1968 BGB, Bestattungskosten). Reicht der Nachlass nicht, können bestattungspflichtige Angehörige herangezogen werden. Bei Bedürftigkeit übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die erforderlichen Bestattungskosten, soweit sie den Verpflichteten nicht zuzumuten sind; ein einfacher Grabstein kann dazugehören (SG Mainz, Urteil vom 19.06.2018, S 11 SO 33/15; abgerufen am 18.10.2026).

Zuerst die Bestattung klären

Das Portal vermittelt Bestatter, keine Steinmetze. Wenn die Bestattung noch offen ist, holen Sie kostenlos und unverbindlich ein erstes Angebot von einem Bestatter in Ihrer Nähe ein. Ihre Anfrage geht an einen Betrieb; ob er auch einen Steinmetz vermittelt, fragen Sie ihn selbst.