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Rasengrab und pflegefreie Gräber

Ein Rasengrab kostet je nach Friedhof und Grabart meist zwischen 200 und 2.000 € (bestattungen.de, Stand 01.07.2024, abgerufen am 17.10.2026). Das ist die reine Grabgebühr; die Rasenpflege ist meist schon darin enthalten, die Namensplatte und die Beisetzung selbst oft nicht. Pflegefrei heißt also: Nach dem Bestattungstag kommt nichts mehr nach.

Rasengrab: Kosten in der Gebührenliste

Die genaue Zahl steht in der Gebührensatzung des Friedhofs, den Sie wählen. Zwei veröffentlichte Beispiele zeigen, wie weit die Posten auseinanderliegen:

FriedhofPostenBetrag
Braunschweig (ev.-luth. Propstei), Rasengrab im ErdbestattungshainErwerb Einzelgrab, 25 Jahre Nutzungsrecht, Rasenpflege enthalten, Namensplatte nicht1.572,20 €
Lebach, Rasengrab (Sarg)Nutzungsgebühr bis Ende der Ruhezeit, dazu 612 € für Grabherstellung1.590 €
Lebach, UrnenrasengrabNutzungsgebühr, dazu 306 € für Grabherstellung (Urne)694 €

Quellen: Friedhofsverwaltung Braunschweig, Merkblatt „Rasengrab mit Möglichkeit für Namensplatte“ (Gebühren 2026), abgerufen am 17.10.2026; Stadt Lebach, „Gebührenliste Friedhof 2025“ (gültig ab 01.01.2025), abgerufen am 17.10.2026. Beispiele, keine bundesweiten Durchschnitte.

Lebach nennt außerdem Komplettpreise bei Nutzung der Leichenhalle: 6.488 € für ein Rasengrab, davon 3.625 € Pflege, und 2.592 € für ein Urnenrasengrab, davon 1.275 € Pflege (Gebührenliste 2025, a. a. O.). Die Rasengrab-Kosten hängen also stark davon ab, ob Halle, Pflege und Platte in Ihrer Rechnung stehen.

Was zur Grabgebühr noch dazukommt

  1. Namensplatte: Sie bestellen Sie meist selbst beim Steinmetz; in Braunschweig ist sie in der Erwerbsgebühr nicht enthalten. Eine einfache Naturstein-Platte gibt es laut bestattungen.de ab etwa 200 €, Wiesengrabplatten kosten dort 150 bis 1.500 € (Stand 01.07.2024). Mehr dazu: Was kostet eine Grabplatte?
  2. Beisetzung und Bestatter: Grabherstellung, Überführung und Einäscherung kommen zur Grabgebühr hinzu. Eine Urnenbeisetzung ist günstiger als ein Sarg (bestattungen.de, a. a. O.). Die Spannen für die Gesamtbestattung zeigt der Kostenrechner.
  3. Trauerfeier und Blumen: getrennte Rechnung; Pflanzen und Kränze sind auf dem Grab selbst oft nicht erlaubt.

Die pflegefreien Formen im Überblick

FormGebührWas der Träger übernimmt
Rasengrab (Urne oder Sarg)siehe obenMähen und Unterhalt der Rasenfläche
Gemeinschaftsfeld mit Namen400 – 900 €Vollständige Pflege der Anlage, Name auf der Stele
Anonymes Gemeinschaftsfeld400 – 900 €Vollständige Pflege, ohne Namensnennung
Urnenwand / Kolumbarium900 – 2.200 €Unterhalt des Bauwerks
Baumgrab im Bestattungswald600 – 1.000 €Der Wald bleibt Wald — Pflege ist untersagt
Seebestattung (stille Beisetzung)250 – 550 €kein Grabort

Gebühren: Spannen unseres Kostenrechners, Stand 2026.

Was das Rasengrab genau ist

Eine ebene, in den Rasen eingelassene Grabstelle. Der Friedhof mäht die Fläche mit, eine eigene Bepflanzung ist nicht vorgesehen. Kennzeichnung meist über eine bodengleiche Platte (je nach Satzung im Preis enthalten oder separat zu bestellen), die überfahrbar sein muss.

Es gibt Rasengräber für Urnen und — seltener — für Särge. Sie sind der Mittelweg zwischen klassischem Grab und Gemeinschaftsfeld: eigener Platz mit Namen, aber ohne Pflegepflicht.

Was Sie dafür aufgeben

Das ist der Punkt, an dem manche Angehörige nachträglich hadern: Der Wunsch, etwas zum Grab zu bringen, kommt oft erst Monate später. Fragen Sie deshalb vor der Entscheidung ausdrücklich, was auf der gewählten Fläche erlaubt ist — die Regeln unterscheiden sich von Friedhof zu Friedhof erheblich.

Was Pflegefreiheit spart

Bei einem Rasengrab ist die Rasenpflege in der Gebühr enthalten, bei einem klassischen Grab zahlen Sie Gärtner oder pflegen selbst. Wie viel das über die Ruhezeit ausmacht, steht auf Was kostet die Grabpflege?. Der Vergleich der Grabarten insgesamt: Was kostet ein Grab?

Für wen sich das eignet

  1. Wenn die Kinder weit weg wohnen. Ein Grab, das niemand pflegen kann, wird zur Belastung — für die Angehörigen und für den Friedhof.
  2. Wenn der Verstorbene niemandem zur Last fallen wollte. Ein häufig geäußerter Wunsch, dem die pflegefreie Form entspricht, ohne auf einen Namen zu verzichten.
  3. Wenn die Pflege körperlich nicht mehr geht. Für den überlebenden Partner ist die wöchentliche Grabpflege oft eine Überforderung, die niemand ausspricht.

Die Alternative, wenn ein klassisches Grab gewünscht ist, aber niemand pflegen kann: ein Dauergrabpflegevertrag über eine Treuhandstelle der Friedhofsgärtner. Die Kosten dafür stehen auf der Grabpflege-Seite.

Rechnen Sie Ihren eigenen Fall durch

Der Rechner nimmt Ihre Angaben Schritt für Schritt auf und zeigt die Spanne für genau Ihre Entscheidungen — schnell geschätzt oder bis zur Holzart durchgeplant.

Häufige Fragen

Was kostet ein Rasengrab?

Meist zwischen 200 und 2.000 € (bestattungen.de, Stand 01.07.2024, abgerufen am 17.10.2026). Beispiele aus Gebührenlisten: Braunschweig 1.572,20 € ohne Namensplatte (Gebühren 2026), Lebach für ein Urnenrasengrab 694 € Nutzungsgebühr plus 306 € Grabherstellung (Gebührenliste 2025). Die Rasenpflege ist meist enthalten, Namensplatte und Beisetzung oft nicht.

Welche Gräber sind pflegefrei?

Rasengräber, Gemeinschaftsfelder mit und ohne Namen, Urnenwände, gärtnergepflegte Grabfelder, Baumgräber im Bestattungswald und die Seebestattung. Bei allen übernimmt der Träger die Fläche oder es existiert keine.

Darf man ein Rasengrab bepflanzen?

Nein — die Fläche muss maschinell zu mähen sein. Grabschmuck ist meist nur an einer zentralen Ablage erlaubt. Auf der Grabstelle abgelegte Kerzen und Gestecke werden abgeräumt. Die Regeln stehen in der Friedhofssatzung.

Was kostet die Platte auf einem Rasengrab?

Eine einfache Naturstein-Platte gibt es laut bestattungen.de ab etwa 200 €, Wiesengrabplatten kosten dort 150 bis 1.500 € (Stand 01.07.2024, abgerufen am 17.10.2026). Die Platte ist oft nicht in der Grabgebühr enthalten; Größe und Material schreibt die Friedhofssatzung vor.

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