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Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Bei einer Sterbegeldversicherung zahlen die meisten Versicherten am Ende mehr ein, als sie herausbekommen. Das ist kein Skandal, sondern die Funktionsweise — entscheidend ist, ob genau das für Sie trotzdem sinnvoll ist.

Ergebnis des Stiftung-Warentest-Tests
Meist eine Überzahlung

Erlebt die versicherte Person das Ende der Beitragszahlung, zahlt sie in der Regel mehr ein, als ausgezahlt wird (Stiftung Warentest, 17.01.2024).

Wie die Beiträge zustande kommen

Eine Sterbegeldversicherung zahlt im Todesfall eine feste Summe für die Bestattung. Den Beitrag bestimmen Eintrittsalter, Versicherungssumme und Zahldauer. Konkrete Monatsbeiträge nennen wir hier nicht: Sie hängen vom Tarif ab, und die Stiftung Warentest weist sie im Test (Finanztest 2/2024, 32 untersuchte Sterbegeldversicherungen) je Police aus. Für Menschen ab 65 Jahren waren die Angebote im älteren Test von 2009 „grundsätzlich zu teuer“ (Stiftung Warentest, 21.07.2009).

Wer lange lebt, zahlt in der Regel mehr ein, als ausgezahlt wird. Wer früh nach Abschluss stirbt, bekommt mehr, als er eingezahlt hat — und, vorausgesetzt die Wartezeit ist vorbei, die volle Summe. Genau das ist die Versicherungsleistung: die Absicherung des frühen Falls. Rein finanziell ist laut Stiftung Warentest das Sparen auf einem Tagesgeld- oder Sperrkonto meist attraktiver, weil dort höher verzinst wird.

Die Wartezeit — der wichtigste Punkt im Kleingedruckten

Viele Tarife ohne Gesundheitsfragen haben eine Wartezeit: Der Verzicht auf Gesundheitsfragen ist laut Stiftung Warentest häufig mit einer Wartezeit von bis zu 36 Monaten verbunden, bevor im Todesfall die Versicherungssumme vollständig ausgezahlt wird (Stiftung Warentest, 21.07.2009). Was in dieser Zeit gezahlt wird, etwa nur die eingezahlten Beiträge, und ob bei einem Unfall etwas anderes gilt, steht in den Vertragsbedingungen des jeweiligen Tarifs.

Wer eine Sterbegeldversicherung wegen einer bereits bekannten Erkrankung abschließt, sollte die Wartezeit besonders genau prüfen — dann greift die Leistung womöglich gar nicht, und es wäre bei einer Rücklage oder einem Treuhandvertrag besser aufgehoben.

Wann sie sich lohnt — und wann nicht

Sinnvoll, wenn …

Weniger sinnvoll, wenn …

Die drei Alternativen im direkten Vergleich

WegWas Sie zahlenWas ankommt
SterbegeldversicherungBeiträge über die Jahredie vertraglich feste Summe
Treuhandvertrag mit Bestatterder vereinbarte Betragdie vereinbarten Leistungen
Tagesgeld- oder Sperrkontowas Sie einzahlenEinzahlung plus Zinsen

Welche Alternative besser passt, hängt von Ihrer Lage ab; Treuhandvertrag und Vorsorge im Überblick erklärt Was kostet Bestattungsvorsorge?

Worauf beim Abschluss zu achten ist

  1. Beitragszahlungsdauer. Endet sie zu einem festen Alter oder läuft sie lebenslang? Lebenslange Zahlung kann die Rechnung völlig kippen.
  2. Was passiert bei Beitragsrückstand? Manche Tarife stellen beitragsfrei mit reduzierter Summe, andere kündigen.
  3. Überschussbeteiligung — sie kann die Summe über die Jahre erhöhen, ist aber nicht garantiert. Rechnen Sie nur mit der garantierten Summe.
  4. Bezugsrecht klären. Wer bekommt das Geld — und weiß diese Person davon? Am sichersten ist eine zweckgebundene Bezugsberechtigung zugunsten des Bestattungsunternehmens oder der bestattungspflichtigen Person.
  5. Kein gesetzliches Sterbegeld mehr. Die Leistung der Krankenkassen wurde zum 1. Januar 2004 abgeschafft (Sparkasse-Ratgeber, abgerufen am 17.10.2026) — wer damit rechnet, plant an der Wirklichkeit vorbei.

Wie hoch die Summe sein sollte, zeigt am ehesten eine konkrete Rechnung: Der Kostenrechner nimmt die gewünschte Bestattungsform auf und nennt die Spanne, an der sich die Versicherungssumme orientieren sollte.

Quellen

Rechnen Sie Ihren eigenen Fall durch

Der Rechner nimmt Ihre Angaben Schritt für Schritt auf und zeigt die Spanne für genau Ihre Entscheidungen — schnell geschätzt oder bis zur Holzart durchgeplant.

Häufige Fragen

Was kostet eine Sterbegeldversicherung im Monat?

Der Beitrag hängt von Eintrittsalter, Versicherungssumme und Zahldauer ab. Eine pauschale Zahl nennen wir nicht, weil die Tarife stark abweichen; die Stiftung Warentest weist im Test (Finanztest 2/2024) die Kosten pro Monat je Tarif aus. Ein Tarifvergleich vor dem Abschluss lohnt.

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Finanziell meist nicht: Laut Stiftung Warentest (17.01.2024) zahlen Versicherte in der Regel mehr ein, als ausgezahlt wird, wenn sie das Ende der Beitragszahlung erleben. Für manche Menschen kann sie trotzdem sinnvoll sein, etwa wenn Disziplin beim Sparen fehlt.

Was ist die Wartezeit bei einer Sterbegeldversicherung?

Eine Frist nach Abschluss, in der die volle Summe noch nicht gezahlt wird. Nach Stiftung Warentest (21.07.2009) ist der Verzicht auf Gesundheitsfragen häufig mit einer Wartezeit von bis zu 36 Monaten verbunden. Was bei Tod in dieser Zeit gilt, steht in den Vertragsbedingungen.

Gibt es noch gesetzliches Sterbegeld?

Nein, die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen wurde zum 1. Januar 2004 abgeschafft (Sparkasse-Ratgeber, abgerufen am 17.10.2026). Sterbegeld kann es weiterhin aus privaten Versicherungen, für Beamte und den öffentlichen Dienst sowie aus der gesetzlichen Unfallversicherung geben.